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Caritas international plädiert für Kurswechsel deutscher Afghanistan-Politik
13 Jun 2007 11:25:00 GMT
Achim Reinke
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"Strikte Trennung ziviler und militärischer Aufgaben notwendig"

Freiburg, 13. Juni 2007. Für einen Kurswechsel in der deutschen Afghanistan-Politik plädiert Caritas international. Die Instrumentalisierung der humanitären Hilfe für militärische Zwecke habe dazu geführt, dass auch die humanitären Helfer zu-nehmend zwischen die Fronten gerieten. Darauf machte das Hilfswerk der deut-schen Caritas anlässlich der Vorstellung des Jahresberichts 2006 aufmerksam. In den vergangenen Jahren waren zehn Mitarbeiter von Caritas-Projektpartnern in Af-ghanistan ums Leben gekommen.

Caritas international fordert eine strikte Trennung der Aufgaben von militärischen und zivilen Aufgaben. Jeder solle das tun, was er am besten könne: Die Bundeswehr für Sicherheit sorgen, die Hilfsorganisationen für den Wiederaufbau. Caritas interna-tional plädiert dafür, das Mandat von ISAF und Bundeswehr zu überprüfen. Die Ver-antwortung für Militäroperationen müsse so bald wie möglich in die Hände der Ver-einten Nationen übergeben werden, damit in Afghanistan nicht der Eindruck entste-he, das Land sei von westlichen Staaten besetzt.

Caritas international hat im vergangenen Jahr in Afghanistan Projekte im Umfang von 1,86 Millionen Euro umgesetzt. Das Land am Hindukusch zählt damit gemein-sam mit Kongo, Burundi, Kolumbien, Indien und Rumänien zu den Schwerpunktlän-dern des Hilfswerkes der deutschen Caritas. Insgesamt standen Caritas international im vergangenen Jahr 54,75 Millionen Euro für Hilfsprojekte zur Verfügung. Mehr als 50 Prozent der laufenden Projekte konnten aus privaten Spenden finanziert werden. Die Verwaltungskosten lagen bei 6,4 Prozent.

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Pakistani tribesmen search through the debris of a house after it was damaged by a rocket attack in the north-western Pakistani town of Bannu July 25, 2007. Islamist militants fired rockets into the north-western Pakistani town on Wednesday, killing at least eight people and wounding nearly 40, police said, amid mounting violence along the Afghanistan frontier.



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