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Birma: Diakonie Katastrophenhilfe verteilt Trinkwasser an Sturmopfer
11 May 2008 11:35:00 GMT
Diakonie Katastrophenhilfe
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Mitarbeiter warnt vor verseuchtem Wasser und beklagt Beschraenkungen fuer westliche Helfer

Stuttgart, 11. Mai 2008. Mit Hochdruck bringen die Diakonie Katastrophenhilfe und einheimische Partnerorganisationen den Opfern des Wirbelsturms Nargis in Birma (Myanmar) vor allem Wasser und Lebensmittel. Der gravierende Mangel an Trinkwasser ist besorgniserregend. "Schlechtes Wasser fuehrt zu Magen-Darm-Erkrankungen, an denen vor allem Kleinkinder rasch sterben", warnt Mitarbeiter Peter Rottach, der seit Freitag im Katastrophengebiet ist.

"Viele Menschen haben kein sicheres Trinkwasser", warnt Rottach nach seinem ersten Besuch im am schwersten betroffenen Irrawaddy-Delta. Die Partner verteilen auch Plastikplanen für provisorische Unterkuenfte und Medikamente. Noch ist alles auf lokalen Maerkten zu erhalten. Um Kosten zu sparen, kaufen Mitarbeiter Plastikkanister und befuellen sie dort in Rangun, wo Trinkwasser verfuegbar ist. Preise fuer Wasserflaschen seien explodiert, beklagt Rottach.

Rottach berichtet von starken Beschraenkungen fuer westliche Helfer, die sich kaum frei im Land bewegen duerften. Es sei ihnen untersagt, an der Verteilung von Hilfsguetern teilzunehmen. "Im Irrawaddy-Delta sind manche Doerfer zu 100 Prozent zerstoert", so Rottach. Noch immer werden Leichen und Viehkadaver aus Fluessen geborgen. Hilfsgueter erreichen die Opfer nur langsam. Die Verteilung laufe zum Teil voellig chaotisch. Eine 56-jaehrige Dorfbewohnerin habe erzaehlt, dass sie vier Tage kein Essen hatte.

Ein 70 Jahre alter Mann, der Tochter, Schwiegersohn und zwei Enkelkinder verlor, berichtete, dass es seit Menschengedenken keine solche Flut gegeben habe, die nun das Dorf ueberschwemmt und die Brunnen unbrauchbar gemacht habe. Weiter westlich sind Berichten Ueberlebender zufolge ueber 400 Doerfer ausradiert worden. Kaum jemand habe ueberlebt. Rottach befuerchtet noch weit hoehere Opferzahlen.

Im internationalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT (Kirchen helfen gemeinsam) leistet die Diakonie Katastrophenhilfe Hilfe vor allem mit Partnern vor Ort. In den Nachbarlaendern stehen Partnerorganisationen bereit, um Hilfsgueter ueber die Grenze zu bringen, sobald dies moeglich ist.

Peter Rottach ist in Birma und steht dort fuer Interviews zur Verfuegung. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/zyklon-birma

Fuer ihre Hilfe in Birma bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden, Kennwort: „Zyklon Birma". Spendenkonten: Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de/zyklon-birma Caritas international: Konto 202, Bank fuer Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder online www.caritas-international.de

Fuer Rueckfragen und Interviewwuensche: Rainer Lang: 0711-2159-147 oder 0175-40 69 316

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